AHMT-Mitglied erhält ein Reinhart Koselleck-Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Prof. Juergen Czarske erhält ein Reinhart Koselleck-Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zum Thema „Physics-Informed Deep Learning Systems for Secure Information Transmission with Multimode Fibers“ (Phys-Deep-Fiber).

https://tu-dresden.de/forschung-transfer/news/erneut-reinhart-koselleck-projekt-fuer-prof-juergen-czarske

Prof. Jürgen Czarske erhält ein Reinhart Koselleck-Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zum Thema „Physics-Informed Deep Learning Systems for Secure Information Transmission with Multimode Fibers“ (Phys-Deep-Fiber). Mit physik-informierten neuronalen Netzwerken zum nächsten Level der faseroptischen Informationsübertragung. Dieses ambitionierte Ziel verbirgt sich hinter dem Forschungsvorhaben, für das Prof. Czarske das Reinhart Koselleck-Projekt der DFG erneut eingeworben hat. Es werden Fortschritte anvisiert beim Internet, der Informationstechnologie, optischen Computern, aber auch in der Biomedizin.

Durch besondere wissenschaftliche Leistung ausgewiesenen Professoren, die über großes wissenschaftliches Potential verfügen, wird die Möglichkeit eröffnet, in hohem Maß innovative Projekte mit größtmöglicher Freiheit über 5 Jahre durchzuführen. Mit dem 1,5 Millionen Euro dotierten Förderpreis für Prof. Czarske soll das neuromorphe Rechnen für Paradigmenwechsel in der Informationsübertragung grundlegend untersucht werden.

 

W3-Professur für Sensorsystemtechnik

An der Technischen Fakultät im Institut für Mikrosystemtechnik der Universität Freiburg ist eine W 3-Professur für Sensorsystemtechnik zu besetzen.

Die Professur lehrt und forscht zur Systemarchitektur und Modellbildung, sowie Integration unterschiedlicher (multi-)physikalischer Sensorquellen in Sensorsystemen mit hoher Empfindlichkeit, Spezifität und Resilienz. Hierbei sind insbesondere das Co-Design von Hardware und Software, „mixed signal“ Schaltungsdesign, softwaredefinierte Sensoren, neuronale Netze für Sensorfusion, sowie die Entwicklung von Design- und Simulationswerkzeugen und digitalen Zwillingen für die Realisierung virtueller System-Prototypen von großem Interesse. Erfahrungen mit Mikrosystemen und domänenübergreifender Systemsimulation, sowie dem Einsatz neuartiger und experimenteller Technologien, wie neuromorpher Chips oder Informationsverarbeitung über mechanische, magnetische, optische, akustische oder fluidische systemintegrierte Strukturen werden begrüßt. Die Sensorsysteme sollen durch geringste Energieaufnahme gekennzeichnet sein und moderne Sensorprinzipien in eingebettete Systeme kombinieren, welche z.B. die Integration von Bewegungs- und Umweltsensoren, kleine mobile Elektronik oder energieautonome verteilte Sensornetzwerke für neue Anwendungen ermöglichen. Die Bereitschaft und Erfahrung, mit Arbeitsgruppen der Universität zusammenzuarbeiten, in der Akquise koordinierter Forschungsanträge (Graduiertenkollegs, Sonderforschungsbereiche, Exzellenzcluster) mitzuwirken und mit externen Partnern zu kooperieren, wird erwartet.

  • Bewerbungsfrist: 30. August 2025
  • Veröffentlichungsdatum: 1. Juli 2025
  • Eintrittstermin: Zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
  • Arbeitsumfang: Vollzeitstelle
  • Kennziffer: 00004405

Weitere Informationen findet man unter https://uni-freiburg.de/stellenangebot/00004405/ 

AHMT-Mitglied erhält Joseph Keithley Award des IEEE

Der diesjährige Joseph Keithley Award des IEEE ging an Prof. Alexander Bergmann von der Technischen Universität Graz für seine herausragenden Beiträge im Bereich der Umweltmesstechnik. Prof. Bergmann hat sich intensiv mit der Entwicklung präziser Messverfahren zur Erfassung von Emissionen beschäftigt und dabei innovative Ansätze zur Reduzierung von Schadstoffemissionen geschaffen. Seine Forschung trägt wesentlich dazu bei, Umweltbelastungen durch präzisere Messtechnologien zu erfassen und zu senken.

Der Joseph Keithley Award zeichnet Persönlichkeiten aus, die den Stand der Wissenschaft und Technik in der Messtechnik substantiell erweitern und als führende Expertinnen oder Experten auf ihrem Gebiet wirken. Die Preisverleihung fand im Rahmen der IEEE International Instrumentation and Measurement Technology Conference (I2MTC) 2025 in Chemnitz statt und wurde persönlich von der IEEE-Präsidentin durchgeführt.

Das untenstehende Bild zeigt Prof. Bergmann bei der feierlichen Preisverleihung.

Ausschreibung der Professur Prozessmesstechnik an der TU Braunschweig

Die TU Braunschweig plant die Besetzung der

W3_Professur für Produktionsmesstechnik

(Nachfolge Prof. Dr.-Ing. Rainer Tutsch) zum 01.01.2026.

Die Professur soll das Gebiet der Produktionsmesstechnik an der TU Braunschweig und in Kooperation mit den angrenzenden Zentren und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in seiner Breite repräsentieren. Neben der Einbindung in den Forschungsschwerpunkt Mobilität mit den entsprechenden Anwendungen ist die Metrologie ein zentrales Forschungsfeld. Vor dem Hintergrund der vornehmlichen Ausrichtung der Messtechniken und -methoden auf die Produktion soll die Professur neben dem Kerngebiet der Messtechnik auch einen starken inhaltlichen Bezug zu fertigungstechnischen und verfahrenstechnischen Prozessen aufweisen (z.B. Trennende Verfahren, Ur- und Umformende Verfahren, Fügetechniken etc.).

Die Stellenausschreibung mit den Aufgaben und dem Anforderungsprofil ist unter folgendem Link zu finden: 

<https://vacancies.tu-braunschweig.de/jobposting/4c008f7b99b26742c2832ffa8d387451d291cb6f0?ref=homepage >

Stellenausschreibung bei der DFG

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG hat eine Stelle als

Wissenschaftsmanager*in im Bereich Systemtechnik (w/m/d)

zu besetzen. 

Die DFG ist die Selbstverwaltungsorganisation der deutschen Wissenschaft. Die Kernaufgabe der DFG ist die Auswahl der besten Forschungsvorhaben sowie deren Finanzierung und Begleitung. Die Gruppe „Mathematik und Ingenieurwissenschaften 2“ ist für Förderanträge von der Mathematik über die System-, Elektro- und Informationstechnik bis hin zur Informatik zuständig

Die Stellenausschreibung mit den Aufgaben und dem Anforderungsprofil ist unter folgendem Link zu finden: 

<https://dfg.concludis.de/prj/shw/2fb544a21e8cb8768b80cc231ca2f691_0/5857/Wissenschaftsmanagerin_im_Bereich_Systemtechnik_II-MING-2_22_2025.htm?b=0>

AHMT-Symposium 2024 in Tirol

Das diesjährige XXXVIII. Messtechnische Symposium des AHMT fand am 18. und 19. September an der Tiroler Privatuniversität UMIT TIROL in Hall in Östereich statt und wurde vom Institut für Mess- und Sensortechnik unter Leitung von Prof. Dr. Alexander Sutor organisiert. Das Symposium bildet den jährlichen Höhepunkt der gemeinsamen Arbeit des Arbeitskreises. Während des Symposiums findet die Mitgliederversammlung statt, in denen die Belange des Vereins und Themen der Messtechnik rund um die Lehre- und Forschung abgestimmt werden. In den Kreis des AHMT wurden Prof. Dr. Hannes Wegleiter (Graz), Prof. Dr. Thomas Thurner (Leoben) und JProf. Dr. Katharina-Sophie Isleif (Hamburg) aufgenommen.

 

In einem hochaktuellen Plenarvortrag „Measuring Mountains and Monitoring Hazards“ berichtete Frau Prof. Dr. Barbara Schneider-Muntau von der LFU Innsbruck von den Herausforderungen bei der Vermessung von Berghängen, die auf Grund des Klimawandels verstärkt drohen, instabil zu werden.  Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler berichteten in den Vortragsreihen „Präzisionsmesstechnik und Tomographie “, „Messunsicherheit“, „Elektrische Messtechnik “, „Dehnungsmesstechnik “, „Bildverarbeitung “, „Akustik, Ultraschall “  und „Optische Verfahren“ über Forschungsergebnisse in der Wissenschaftsdisziplin Messtechnik. Da für jeden Vortrag 10 Minuten zur Diskussion zur Verfügung standen, wurde über jede Präsentation intensiv diskutiert. Das obere Bild zeigt die Teilnehmer des AHMT-Symposiums 2024 am Veranstaltungsort.

 

 

Der diesjährige Messtechnik-Preis des AHMT ging an Dr. Stefan Rothe für seine Doktorarbeit „Harnessing Disorder of Multimode Fibres to Achieve Information Security on the Physical Layer“, die er an der Professur für Mess- und Sensorsystemtechnik“ der Technischen Universität Dresden geschrieben hat. Dr. Rothe hat sich mit der Vermessung von Wellenfronten beschäftigt und gezeigt, dass diese in einer Mehrmodenfaser zur Kanalkodierung verwendet werden können. Herr Dr. Rothe forscht derzeit an der Yale University an Quantenmesstechnik der zweiten Generation. Der Messtechnikpreis zeichnet Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus, die mit ihrer Dissertation den Stand der Wissenschaft in der Messtechnik substantiell erweitert und durch die Leistungen während Ihrer Promotion Potential für eine Professur zeigen. Zwei Preisträgerinnen und fünf Preisträger haben inzwischen eine Professur mit Messtechnikschwerpunkt erhalten.

Das untere Bild zeigt die Preisverleihung, zu welcher der Preisträger aus Yale online zugeschaltet war. Den Preis hat der Doktorvater Porf. Dr. Jürgen Czarske an Stelle des Preisträgers von dem AHMT-Vorsitzenden Prof. Dr. Andreas Fischer entgegen genommen.

Europäischer Forschungsrat verleiht AHMT-Mitglied renommierten Consolidator Grant

Der Europäische Forschungsrat (ERC) verleiht AHMT-Mitglied Prof. Fischer einen Consolidator Grant für die Untersuchung eines bahnbrechenden neuen Forschungsansatzes. Dabei geht es um einen Paradigmenwechsel hin zu indirekten optischen Geometriemessungen, womit neue Messmöglichkeiten geschaffen werden sollen. Der AHMT wünscht seinem Mitglied in dem fünfjährigen Projekt viel Erfolg und herausragende Ergebnisse.

https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/aktuelle-meldungen/detailansicht/forschungsstarke-universitaet-erhaelt-zwei-erc-grants

 

Das European Research Council (ERC) fördert seit 2007 herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Grundlagenforschung mit den millionenschweren ERC Grants. Sie gehören zu den bedeutendsten Förderprogrammen der Europäischen Union. Die Consolidator Grants werden hierbei speziell an Forscherinnen und Forscher verliehen, die mit neuen innovativen Themen ihre Rolle als unabhängige Forschungsgruppe festigen wollen.

Professor Andreas Fischer beschäftigt sich seit Jahren mit optischen Messverfahren an den Grenzen der Messbarkeit. Der Europäische Forschungsrat verleiht Prof. Fischer nun einen Consolidator Grant für die Untersuchung eines bahnbrechenden neuen Forschungsansatzes, der der optischen Messtechnik völlig neue Dimensionen eröffnet. In dem geförderten Forschungsvorhaben InOGeM (Indirect Optical Geometry Measurement) will Andreas Fischer die Grundlagen und das Potenzial eines Paradigmenwechsels erarbeiten, bei welchem nicht mehr die geometrische Höhenverteilung der Messfläche erfasst wird, sondern – in einem inversen Prozess – die Volumengeometrie des sie umgebenden Mediums. Hierzu werden dem umgebenden Gas fluoreszierende Mikropartikel als Messsonden zugesetzt und diese mittels eines konfokalen Mikroskops detektiert. Auf Basis einer modellbasierten Signalverarbeitung sollen sich damit auch bislang schwer messbare, d.h. optisch inkooperative, transluzente oder transparente Medien mit einer Auflösung im Submikrometerbereich messen lassen, erstmals mit einem einzigen, universell einsetzbaren optisch Messansatz.

Mit der fünfjährigen Förderung ergibt sich für Prof. Fischer nun die einzigartige Möglichkeit, mit einem interdisziplinären Team diesen grundlegend neuen Messansatz einschließlich seines aussichtsreichen Anwendungspotentials zu erforschen. Mittelfristig sollen mit den Erkenntnissen eine neue Klasse von optischen Messinstrumenten entstehen, damit die Messtechnik auch in Zukunft in der Lage ist, mit den gestiegenen Anforderungen hinsichtlich Material- und Formenvielfalt in der Fertigungswelt schrittzuhalten.

Andreas Fischer nahm 2016 einen Ruf an die Universität Bremen an. Seitdem leitet er das Fachgebiet und das Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ) im Fachbereich Produktionstechnik, Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Neben seinem nationalen und internationalen Wirken im Bereich der Messtechnik ist Prof. Fischer Principal Investigator im „MAPEX Center for Materials and Processes“ sowie Associated Member in der „International Academy for Production Engineering“ (CIRP). Die Verknüpfung der messtechnischen, materialwissenschaftlichen und fertigungstechnischen Kompetenzen sowie die Einbindung in die internationale Community ermöglichen es Prof. Fischer, neue Konzepte aus der indirekten Geometriemessung zeitnah in fertigungstechnische Anwendungen zu überführen und somit einen Beitrag zur nachhaltigen Gestaltung unserer zukünftigen Gesellschaft zu leisten.